MBSR-KURS FÜR (WERDENDE) ELTERN



"Mögen alle Familien glücklich und in Frieden sein.

Mögen alle Kinder einen Ort haben, an dem sie sich sicher und geborgen fühlen können."

Warum ein MBSR-Kurs für (werdende) Eltern?

Als ich vor mehreren Jahren meinen ersten MBSR-Kurs besucht habe, war unser Sohn 3 und unsere Tochter 2 Jahre alt. Obwohl ich die Organisation, die wöchentliche Teilnahme und besonders die tägliche Praxis sehr herausfordernd fand, haben mich diese 8 Wochen reich beschenkt. Ich habe begonnen, mich selbst und das Leben mit neuen, neugierigeren Augen und freundlicherer innerer Haltung zu sehen. Stressige Momente, aufgewühlte Emotionen und Konflikte lassen sich nicht vermeiden. Gleichzeitig können wir lernen, innezuhalten, zu beobachten und anzuerkennen, was gerade da ist und aus diesem Bewusstsein heraus gelassener und wohlwollender damit umgehen. Jon Kabat-Zinn formuliert es so: »Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen«.

Das klassische MBSR-Format ist für mich ein wahrer Schatz an nachweislich wirksamen und unterstützenden Praktiken, Reflexionen und Impulsen, welches die Tür zu einem bewussteren und gelasseneren Elterndasein öffnen kann. Das Üben in einer Gruppe von Eltern, die einen ähnlichen Erfahrungshintergrund haben, wird als sehr entlastend, unterstützend und inspirierend erlebt. In einem wohlwollenden und geschützten Rahmen können die Teilnehmenden voneinander und miteinander lernen und wachsen.​

Welche Erfahrungen können Eltern in einem MBSR-Kurs machen?

  • Egal, wie sehr sich Eltern bemühen, es wird nicht gelingen auf Dauer das Leben einer »Bilderbuchfamilie« zu führen. Es ist möglich, dieser Tatsache auf eine unterstützende Weise zu begegnen.

  • Andere Eltern machen ganz ähnliche Erfahrungen (ganz gleich, wie es von außen manchmal scheint). Das innere und/oder familiäre Auf und Ab​ ist nichts Persönliches.

  • Alle Erfahrungen, sowohl die angenehmen als auch die wirklich unangenehmen sind nicht von Dauer, sie verändern sich ständig. Diese Erkenntnis kann sehr entlastend sein

  • Sie müssen beim Meditieren nichts »richtig« oder »gut« machen.

  • Sie dürfen einfach sie selbst sein und sich bewusst werden, wer das eigentlich ist.

Was lernen Eltern in einem MBSR-Kurs?

  • INNEHALTEN & SICH SELBST SEHEN UND SPÜREN

  • klassische formale Meditationsformen sowie »Achtsamkeit-Tools« für den Alltag und »Notfall« 

  • einen anderen, vielleicht ungewohnten Weg im Umgang mit den vielfältigen Gesichtern des Familienlebens: 

      - innehalten anstelle noch schneller machen​

      - neugierig beobachten und weise handeln anstelle automatisch reagieren

      - Schwierigem und Schmerzhaften mutig in die Augen blicken anstelle wegschauen oder sich ablenken 

     - Freundlichkeit und Wohlwollen anstelle Selbstkritik und Selbstvorwürfe 

  • sich der ständigen Bewertungs- sowie automatischer Erlebens- und Verhaltensmuster bewusst zu werden und diese freundlich zunehmend loszulassen

Was bietet MBSR nicht?

  • Erziehungsratschläge

  • sogenannte Problemlösungen

  • MBSR ist kein Entspannungskurs

Warum online? Geht das überhaupt?

  • Ja, viele Teilnehmenden erleben das Online-Format als wertvoll. Hilfreich ist, sich bewusst dafür zu entscheiden und offen und neugierig an diese Erfahrung heranzugehen. 

  • Den Kurs zu Hause zu erleben, bietet den großen Vorteil, das häusliche Umfeld von Anfang als Übungsfeld zu nutzen. Denn so schön und angenehm es ist, sich einmal in der Woche in einem schönen Kursraum zu treffen, das Familienleben und somit die Herausforderungen, mit denen Eltern üben können, finden sich zu Hause. Jon Kabat-Zinn formuliert es so: »Das Leben zur Praxis werden lassen«.

  • Mit dieser Haltung können auch sogenannte "Störungen" und Unterbrechungen wie z. B. ein weinendes Kind oder der Postbote an der Tür eine Möglichkeit zum Üben und Lernen bieten.

  • Eine Online-Teilnahme ist gerade für Eltern häufig mit einem geringeren Organisationsaufwand verbunden.

Gibt es Voraussetzungen für eine Teilnahme?

  • die Teilnahme an einer kostenfreien Informationsveranstaltung und/oder einem persönlichen Gespräch im Vorfeld

  • die grundlegende Bereitschaft und freundliche Selbstverpflichtung, sich für die Dauer des Kurses täglich 60 Minuten Zeit für sich selbst und das Praktizieren zu nehmen

  • so gut es eben geht, dafür sorgen, dass die Teilnahmen am eimal in der Woche stattfinden Gruppentreffen (ca. 2,5 Stunden) sowie am Tag der Stille möglich ist - d. h. Partner:in, Großeltern, Babysitter:in einbinden.